Angel, Devil, Priest

Leclair/Locatelli/Vivaldi

Programm:

Jean-Marie Leclair (1697-1764) 
Violinkonzert g-Moll, Op. 10 Nr. 6*
Air des Démons, aus „Scylla et Glaucus“ Op.11 Pietro Locatelli (1695-1764) 
„Il pianto d’Arianna“
Concerto grosso Es-Dur, Op. 7 Nr. 6** Violinkonzert D-Dur, Op. 3 Nr. 1* Antonio Vivaldi (1678-1741) 
Konzert für zwei Violinen d-Moll, RV 514* / **
 

Auf der neuen Aufnahme „Angel Devil Priest“ befasst sich das Ensemble mit virtuosen Violinkonzerten des 18. Jahrhunderts. Mit dabei ist die französisch-armenische Geigerin Chouchane Siranossian, die abwechselnd mit Lotter die Solo-Partien übernimmt.

„Engel“, „Teufel“, „Priester“ – hinter diesen Spitznamen verbergen sich drei legendäre Musikerpersönlichkeiten des 18. Jahrhunderts, die auf ihre jeweils individuelle Art das Geigenspiel neu definierten. Jean-Marie Leclair (1697-1764) wurde nachgesagt, seinem Instrument geradezu engelsgleiche Töne zu entlocken, während Pietro Locatelli (1695-1764) das Publikum durch sein wildes, teufelsgleiches Spiel in seinen Bann zog. Der Nachwelt ist heute vor allem der Name Antonio Vivaldi (1678-1741) ein Begriff, den man wegen seiner Haarfarbe und seiner Jahre als Priester auch liebevoll den „Roten Priester“ nannte. Sein virtuos ausgeschmücktes Konzert für zwei Violinen in d-Moll wird hier von Rüdiger Lotter gemeinsam mit Chouchane Siranossian interpretiert und mit drei technisch außerordentlich anspruchsvollen Werken seiner Komponistenkollegen in Beziehung gesetzt, wobei das Aufeinanderprallen unterschiedlicher Temperamente für reizvolle Kontraste sorgt.

erschienen bei

DHM 88875115832